ABC der Nachhaltigkeitsstrategien

Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung

Der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung (englisch: World Summit on Sustainable Development) fand 2002 mit ca. 20.000 Delegierten von Regierungen, der Wirtschaft, NGOs und Kommunen in Johannesburg statt.

Der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung (englisch: World Summit on Sustainable Development) fand 2002 mit ca. 20.000 Delegierten von Regierungen, der Wirtschaft, NGOs und Kommunen in Johannesburg statt. Ziel war neben eine Bilanzierung der Agenda, des Plan zur Umsetzung der Agenda 21 (1997), sowie nationaler Nachhaltigkeitsstrategie, die Fortschreibung neuer Ziele und Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung bis 2015/2017.Ergebnisse Der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 2002 in Johannesburg gab der Nachhaltigkeitsthematik neuen Schwung. Trotz großer Defizite bei der Umsetzung gab es hunderte ermutigende Projekte, welche z. B. im Ubuntu Village gezeigt wurden.

Der Ausstelllungsstand der Stadt Kapstadt im Ubuntu Village zeigte auf über 200 qm Nachhaltigkeitsprojekte.

Die Sitzungen der Regierungskonferenz verliefen dagegen ernüchternd - hier wurde meist stundenlang um Konsensformulierungen gerungen.

Paradigmenwechsel zur Nachhaltigkeitsstrategie

Nachhaltigkeit wird seid dem Weltgipfel in Joahnnesburg als strategische Aufgabe verstanden. In diesem Zusammenhang spricht man daher von Nachhaltigkeitsstrategie. Die Stadt Ingolstadt stelle als einer der ersten Städte weltweit, in Johannesburg den ersten Prototyp einer Lokale Nachhaltigkeitsstrategie vor, welcher große Beachtung fand.


Ergebnisse des Weltgipfels

Der Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung endete mit der Verabschiedung einer Politischen Erklärung der Staats- und Regierungschefs und eines 65-seitigen Johannesburg-Aktionsplans ("Plan of Implementation"). Die Regierungskonferenz der Kommunen verabschiedete eine eigene Erklärung. Das Hauptergebnis dieses Weltgipfels ist, dass der künftige Weg zur Umsetzung des Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung durch neue Prioritäten, Zielmarken und Umsetzungsprogramme vorgegeben wurde. Erstmals wurden quantifizierbare Ziele, insbesondere die Millenniumsziele in den Aktionsplan aufgenommen. Wichtige neue Ziele sind:

  • So soll bis 2015 die Zahl der Menschen die in absoluter Armut leben (weniger als 1 € pro Tag) um 500 Mio. reduziert werden und weltweit alle Kinder einen Grundschulausbildung erhalten.
  • Bis zum Jahr 2010 soll der Rückgang der biologischen Vielfalt deutlich reduziert werden. Bis zum Jahr 2015 soll weltweit der Anteil der Menschen, die keinen Zugang zu sanitärer Grundversorgung haben, halbiert werden.
  • Bis zum Jahr 2020 soll eine Minimierung der gesundheits- und umweltschädlichen Auswirkungen bei der Produktion und dem Gebrauch von Chemikalien erreicht werden.

Umsetzungsprobleme

Die Beschaffung der erheblichen Finanzmittel zur Umsetzung der Millenniumsziele hat sich die von vielen Persönlichkeiten und Institutionen getragene internationale Initiative für einen Global Marshall Plan (www.globalmarshallplan.org) zum Ziel gesetzt. Ohne zusätzliche Hilfsmittel kann die immer größer werdende Kluft von Worten und Taten nicht geschlossen werden, so der Konsens. Mit dem jetztigen Ressourcen ist eine Umsetzung der Ziele nicht möglich.